
1Zyklischer CO₂-Abfall ist messbar
Der gut dokumentierte Abfall des pCO₂ mehrere Tage vor dem Eisprung, ist ein zyklisch auftretender hormoneller Prozess und dient breathe ilo als physiologischer Marker.
Entdecke, wie dein Körper dir über CO₂-Veränderungen Hinweise auf deine Zyklusphasen geben kann – hormonfrei, evidenzbasiert, natürlich.

Im Verlauf des Zyklus produziert dein Körper unterschiedliche Hormone. Gesteuert wird das Ganze vom Gehirn: Die Hypophyse (Hirnanhangdrüse) schüttet Botenstoffe aus, vor allem die Hormone LH und FSH. Sie regen deine Eierstöcke dazu an, Östrogen zu bilden – ein Hormon, das viele Prozesse rund um den Eisprung in Gang setzt.
Diese Hormone regulieren nicht nur den Eisprung, sie beeinflussen auch, wie dein Körper mit Sauerstoff, CO₂ und dem pH-Wert des Blutes umgeht.

Kurz vor dem Eisprung verändert sich dein inneres Gleichgewicht: Der Körper stellt seinen pH-Wert gezielt auf ein neues Niveau ein – leicht alkalischer als zuvor. Warum? Weil bestimmte biologische Prozesse in dieser Phase optimal bei einem höheren pH-Wert ablaufen – etwa die Aktivität von Enzymen, Zellfunktionen oder immunologische Vorgänge, die für den Eisprung und eine mögliche Befruchtung relevant sind.
Diese pH-Veränderung geschieht nicht zufällig, sondern wird durch den Anstieg von Östrogen gezielt eingeleitet.

Im Blut reagiert CO₂ mit Wasser und bildet dabei Kohlensäure – und die senkt den pH-Wert. Wenn dein Körper den pH-Wert anheben möchte (z. B. rund um den Eisprung), muss er also CO₂ gezielt loswerden.
Das passiert automatisch und unbewusst: Deine Atmung wird etwas schneller, ohne dass du es merkst. Dadurch atmest du mehr CO₂ aus – und der CO₂-Gehalt in deiner Ausatemluft sinkt. Medizinisch nennt man das einen Abfall des pCO₂-Werts.


Der gut dokumentierte Abfall des pCO₂ mehrere Tage vor dem Eisprung, ist ein zyklisch auftretender hormoneller Prozess und dient breathe ilo als physiologischer Marker.

breathe ilo misst genau diesen CO₂‑Wert in deiner Ausatemluft. Durch die Analyse dieser Atemdaten erkennt das System, wie sich dein CO₂-Spiegel im Laufe deines Zyklus verändert – und kann dir so Hinweise auf zyklusabhängige Veränderungen geben.

Die breathe-ilo-App zeigt dir täglich deinen aktuellen Zyklusstatus und gibt Hinweise auf dein fruchtbares Fenster (4-6 Tage vor dem Eisprung) – übersichtlich und in Echtzeit.

Der gut dokumentierte Abfall des pCO₂ mehrere Tage vor dem Eisprung, ist ein zyklisch auftretender hormoneller Prozess und dient breathe ilo als physiologischer Marker.

breathe ilo misst genau diesen CO₂‑Wert in deiner Ausatemluft. Durch die Analyse dieser Atemdaten erkennt das System, wie sich dein CO₂-Spiegel im Laufe deines Zyklus verändert – und kann dir so Hinweise auf zyklusabhängige Veränderungen geben.

Die breathe-ilo-App zeigt dir täglich deinen aktuellen Zyklusstatus und gibt Hinweise auf dein fruchtbares Fenster (4-6 Tage vor dem Eisprung) – übersichtlich und in Echtzeit.
breathe ilo nutzt den wissenschaftlich belegten Zusammenhang zwischen Zyklus und dem CO₂-Gehalt der Ausatemluft. Dieser verändert sich nachweisbar im Rhythmus der Hormonschwankungen & das ist seit 60 Jahren erforscht.
Die CO₂-Messung in der Ausatemluft als Hinweis auf die fruchtbare Phase ist kein neues Konzept – sondern ein gut erforschtes, physiologisch erklärbares Phänomen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen: Der CO₂-Wert sinkt messbar vor dem Eisprung und folgt einem klaren, hormonell gesteuerten Muster.
Hier findest du einen Überblick über die wichtigsten Forschungsarbeiten, die die Grundlage für breathe ilo bilden.
Bereits 1953 zeigte der Gynäkologe Gerd K. Döring, dass sich der CO₂-Gehalt in der Ausatemluft von Frauen im Verlauf des Menstruationszyklus verändert. Er beobachtete einen deutlichen Abfall des CO₂-Werts rund um den Eisprung, verbunden mit einem Anstieg des pH-Werts im Blut – verursacht durch hormonelle Umstellungen. Diese Entdeckung war die erste wissenschaftliche Grundlage dafür, dass sich Zyklusphasen über die Atmung abbilden lassen.
Die Arbeitsgruppe um Univ.-Prof. Dr. Ludwig Wildt konnte in mehreren Untersuchungen zeigen, dass der CO₂-Gehalt in der Ausatemluft bereits ein bis zwei Tage vor dem LH-Anstieg signifikant abnimmt. Dabei lag der CO₂-Wert in der Follikelphase im Durchschnitt 4–8 mmHg höher als in der Lutealphase. Dieser Effekt trat regelmäßig und unabhängig von Tageszeit oder Aktivität auf – und damit deutlich früher als der Temperaturanstieg, der erst nach dem Eisprung stattfindet.
In einer Untersuchung von 195 Zyklen bei 160 Frauen konnten Moeller et al. zeigen, dass der CO₂-Wert in der Ausatemluft bereits 1 bis 8 Tage vor dem LH-Anstieg beginnt zu sinken – im Median 4,5 Tage vorher. Dieses Muster trat nur in ovulatorischen Zyklen auf und konnte durch Östrogen- und Progesterongaben künstlich nachgeahmt werden. Wichtig: Der CO₂-Wert unterlag keinen Tagesschwankungen und war nicht durch normale Aktivität beeinflussbar – ein großer Vorteil gegenüber anderen Methoden.
In einer klinischen Studie an der Medizinischen Universität Innsbruck wurde bei 160 Frauen mit regelmäßigen Zyklen der Verlauf des endexspiratorischen CO₂-Drucks (PETCO₂) mit Hormonwerten und Ultraschallbefunden verglichen. Die Ergebnisse bestätigten ein biphasisches Muster: In der fruchtbaren Phase (vor dem LH-Peak) sank der CO₂-Wert messbar ab und blieb bis zur Menstruation niedrig. In anovulatorischen Zyklen trat dieses Muster nicht auf – ein klarer Beleg für die hormonelle Steuerung der Atemveränderung.
In dieser Studie untersuchten Slatkovska et al. die Atmung gesunder Frauen in verschiedenen Zyklusphasen. Das Ergebnis: In der Lutealphase – also nach dem Eisprung – stieg die Atemfrequenz signifikant an, während der CO₂-Gehalt im Blut (PaCO₂) abnahm. Dieser Effekt hing direkt mit dem Anstieg von Progesteron und Östradiolzusammen. Das zeigt: Zyklische Hormonveränderungen verändern messbar die Atmung – ein klares physiologisches Signal, das mit CO₂-Messung erfasst werden kann.
In ihrem Übersichtsartikel beschreiben Saaresranta und Polo die Rolle verschiedener Hormone bei der Steuerung der Atmung. Progesteron und Östrogen wirken dabei als natürliche Atemstimulanzien: Sie erhöhen unbewusst die Atemfrequenz, was zu einem Abfall des CO₂-Gehalts im Blut führt. Dieses Phänomen ist besonders in der zweiten Zyklushälfte ausgeprägt. Die Autoren betonen, dass hormoninduzierte Atemveränderungen biologisch sinnvoll und gut messbar sind – insbesondere über den endexspiratorischen CO₂-Wert.
In ihrer Dissertation an der Medizinischen Universität Innsbruck untersuchte Martina Kusmitsch die CO₂-Werte von Frauen mit Kinderwunsch über mehrere Zyklen hinweg. Die Ergebnisse zeigten, dass sich der CO₂-Wert vor dem Eisprung messbar und wiederholt absenkt. Der Abfall trat vor dem Anstieg der Basaltemperatur auf und entsprach der fruchtbaren Phase. Kusmitsch entwickelte zudem einen Algorithmus, um signifikante CO₂-Abfälle systematisch zu identifizieren, was die technische Grundlage für ein Zyklus-Monitoring via Atemanalyse legte – ein Vorläuferprinzip für breathe ilo.
breathe ilo wird in enger Zusammenarbeit mit einem interdisziplinären Medical Advisory Board entwickelt – bestehend aus Expert:innen für Gynäkologie, Endokrinologie und Reproduktionsmedizin.
Unser Advisory Board begleitet die wissenschaftliche Weiterentwicklung von breathe ilo, berät uns in Fragen der Frauengesundheit und unterstützt dabei, medizinisch aktuelle Inhalte korrekt, verständlich und alltagsnah aufzubereiten.


